Art Vokal – Hymn to St. Cäcilia
Chormusik zwischen Klage und Licht
photo credits: art vokal
21. November @ 20:00 – 22. November @ 16:00
Der Kammerchor Art Vokal lädt am 21. und 22. November zu Chorkonzerten ein, in denen St. Cäcilia, die Märtyrerin im Mittelpunkt steht. Der Legende nach sang sie bei ihrer erzwungenen Hochzeit, während die Instrumente spielten, in ihrem Herzen ein eigenes Lied, an Gott gerichtet. Das Programm erzählt jedoch nicht allein von ihrem Leid, sondern von dem, was ihm antwortet: von der Zuwendung des Göttlichen zu dieser Frau.
Klage und Antwort durchziehen das Programm als doppelte Bewegung, oft innerhalb eines einzigen Werks. In Johann Hermann Scheins geistlichen Madrigalen führt der Weg vom Wissen um die eigene Sterblichkeit zur Bitte „kehre dich doch wieder zu uns“ und weiter zu Freude und Lob. Die Antwort selbst fassen die Werke in Bilder von Licht und Liebe. Sie reichen vom „lebendigen Licht“ von Hildegard von Bingen bis zu Ola Gjeilos „Northern Lights“, das Liebesverse aus dem Hohelied mit dem Bild des Nordlichts verbindet.
Herzstück des Konzerts ist Benjamin Brittens „Hymn to St. Cecilia“ auf einen Text von W. H. Auden, uraufgeführt am Cäcilientag 1942, dem Geburtstag des Komponisten. Darin wird Cäcilia angerufen, zu den Musizierenden herabzukommen. Die Hymne an die Patronin wird so zur Hymne an die Musik selbst, in der etwas vom Göttlichen aufscheint. Reinen Lobpreis bringt Felix Mendelssohn Bartholdys „Jauchzet dem Herrn, alle Welt“. Das a-capella Programm wird ergänzt durch Orgelwerke, gespielt von Bernhard Grobbel. Außerdem wird die Uraufführung des Auftragswerks „minima musica V“ von Thorsten Putscher erklingen.
Vom 12. bis ins 21. Jahrhundert reicht der Bogen. Charakteristisch für ART VOKAL ist auch hier das Aufeinandertreffen alter und neuer Musik, mit Werken, die hörbar machen, wie eng Klage und Licht beieinanderliegen.
Samstag, 21. November 2026, 20.00 Uhr, St. Stephanus, Wackersdorf
Sonntag, 22. November 2026, 16.00 Uhr, Pfarrkirche St. Cäcilia, Regensburg

